Aus zwei 5. Klassen wird im Musikunterricht ein symphonisches Blasorchester zusammengestellt. Der herkömmliche Musikunterricht und Bläserklassenunterricht läuft damit in diesen beiden Klassen parallel. So müssen die Kinder während des sensiblen Übergangs von der Grundschule zur weiterführenden Schule nicht von ihren Freunden getrennt werden, weil diese kein Blasinstrument erlernen möchten. So werden nicht nur neue Freundschaften ermöglicht, sondern auch bestehende erhalten. Bei diesem besonderen Projekt für die 5. und 6. Klassen handelt es sich um ein in den USA und Deutschland millionenfach erprobtes Konzept. Die Schüler dürfen an den von ihnen ausgewählten Instrumenten keinerlei Vorkenntnisse mitbringen, damit alle auf demselben Spiellevel beginnen. Zunächst suchen sie sich nach einer instrumentalen Kennenlernphase ihr Orchesterinstrument aus (Tenorhorn, Posaune, Trompete, Saxophon, Klarinette, Querflöte, Schlagwerk). Zwei Stunden in der Woche ist Orchesterunterricht, einmal Instrumentalunterricht mit Musikschullehrern in Kleingruppen. Schon relativ früh, nämlich Ende November spielen die Schüler während des ersten Auftritts zum Engeraner Adventbummel, einem städtischen Weihnachtsmarkt. Danach folgen in regelmäßigen Abständen Auftritte und Konzerte zu unterschiedlichen Anlässen. Die Finanzierung der Instrumente erfolgt durch den Förderverein der Realschule und weitere außerschulische Partner (Förderverein der Musikschule Enger-Spenge Fömses, ortsansässige Banken, Boge Kompressoren). Sie werden den Schülern durch die Schule gestellt. Der wöchentliche Instrumentalunterricht durch die Musikschule, der derzeit 18,- € kostet, wird von den Eltern der Schüler getragen.